Geißfuß (Aegopodium podagraria)

Der Geißfuß

 

Aagopodium: Aigos = Ziege; podos = Fuß; Die dreiteiligen Blätter erinnern an den Fuß einer Ziege; podagraria = das Podagra heilend; Podagra = Gicht;

Andere Namen: Giersch, Zipperlekraut, Podagramskraut, Kleine Engelwurz, Bodenholunder, Sankt – Gerhardskraut.

Der Giersch ist eine ausdauernde Pflanze aus der Familie der Doldenblütler. Durch die große Ähnlichkeit mit anderen Arten dieser Pflanzenfamilie ist Vorsicht

beim Sammeln geboten (Verwechslung). Laien sollten besser Fachleute fragen.

Für viele Gärtner zählt er zu den gefürchteten „Unkräutern“. Das liegt an den Wurzeln „Hühnerdarm“, die oft meterlang werden. Das geht einher mit einer flächendeckenden Ausbreitung. Insbesondere unter Hecken und Gebüschen fühlt sich die Pflanze recht wohl.

 

Der Geißfuß erreicht eine Höhe von bis zu 70 cm. Blütezeit ist Juni - August.

Die weißen Blütendolden sind in typischen Blütendolden angeordnet. Ein wichtiges Merkmalsind die unterirdischen Ausläufer (Rhizome) mit denen sich die Pflanze stark ausbreitet(flächendeckend), vorwiegend unter Hecken und Gebüschen.

Die zerriebenen Stängel und Blätter der Pflanze riechen würzig, ein wenig nach frischen Möhren und Petersilie.

 

Neben der Brennessel zählt der Giersch mit zu dem ältesten Wildgemüse.

Der Giersch wurde als Heilpflanze nahezu vergessen.Entsprechend wertvoll ist er im Frühjahr (junge Blätter) als Salat(beigabe), Spinat,

Gemüsegerichte, Suppen, Aufläufe. Frisch und getrocknet kann man die Blätter als Petersilienersatz verwenden. Die Mönche zogen ihn früherer Zeit absichtlich als Heilpflanze in ihren Gärten. Er besitzt unverwüstliche Lebenskraft . Hildegard von Bingen nennt es „Grünkraft “ Diese Grünkraft verleiht gesteigertes Lebensgefühl, bringt neue Energie und Freude.

Giersch-Spinat-Rezept

 

Verwenden Sie am besten die jungen, hellgrünen Blätter (siehe Bild links), die im März ihr starkes Wachstum beginnen, fast das ganze Jahr lang sprießen und manchmal auch im Winter zu finden sind. Die Gierschblätter beinhalten neben vielen Mineralien auch Provitamin A. Zudem ist Giersch eine wahre Vitamin-C-Bombe und somit ein regionales Superfood.

 

Zubereitung:

 

In etwas echter Butter eine Zwiebel glasig dünsten, wer mag auch eine Knoblauchzehe dazu. Den verlesenen, grob zerkleinerten Giersch (Stengel größtenteils entfernen) dazugeben und kurz andünsten, währenddessen je 1 Prise Muskatnuss und Kreuzkümmel, etwas Salz und Pfeffer dazugeben.

Dann mit Wasser aufgießen und 10 – 15 Minuten köcheln. Je nach Geschmack kann man noch etwas Sahne zufügen.

Mit Kartoffelbrei und Spiegelei serviert hat man eine gesunde und vollwertige Mahlzeit.


Disclaimer: Frage Deinen Arzt oder Apotheker

 

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